Deutliche Heimpleite: TBJ unterliegt Steinwenden
Gegen effiziente Gäste verliert unsere Elf den Faden und muss sich 1:4 geschlagen geben
Spielbericht vom 9. Oktober 2026
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Ein ernüchternder Nachmittag an der Sauheide: Am 11. Spieltag der Verbandsliga Südwest mussten wir uns dem SV Steinwenden mit 1:4 (0:2) geschlagen geben. Obwohl wir ersatzgeschwächt in die Partie gingen, agierten wir in den ersten gut zwanzig Minuten ordentlich. Über strukturierte Passfolgen im Zentrum arbeiteten wir uns früh bis in den gegnerischen Strafraum vor, belohnten uns jedoch nicht. Nach zwei schnellen Eckbällen zu Beginn verpasste der erstmals von Beginn an auflaufende Nico Nagel in der zwölften Minute eine scharfe Hereingabe nur knapp.
In der Folge verloren wir jedoch zusehends den Zugriff auf die Begegnung. Steinwenden zog sich kompakter zurück und wartete auf Umschaltmomente nach eigenen Ballgewinnen. Ein Fehlpass in unserem Spielaufbau nutzte der SVS in der 37. Minute gedankenschnell zur Gästeführung. Nur drei Minuten später klärten wir eine flache Flanke nicht entscheidend aus der Gefahrenzone; den Abpraller verwertete der SVS-Stürmer aus kurzer Distanz zum 0:2-Pausenstand.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es uns nicht, die nötige Schärfe und Kompaktheit auf den Platz zu bringen. Steinwenden nutzte die Verunsicherung in unseren Reihen konsequent aus: Nach einem schnellen Querpass durch unseren Fünfmeterraum musste der Angreifer nur noch einschieben - 0:3 (61.). Der vermeintliche Anschlusstreffer durch Florian Simon wurde wegen einer Abseitsposition aberkannt (72.), ehe ein Steinwenden-Spieler einen weit herausgeeilten Klärungsversuch per Fernschuss zum 0:4 bestrafte (77.). In den Schlussminuten sah ein Gästeakteur nach einer Notbremse an Simon die Rote Karte (85.). Den Schlusspunkt setzte Marlon Ohlinger, der in der Nachspielzeit einen Abpraller zum 1:4-Ehrentreffer über die Linie drückte.
Taktisch fehlte es uns über weite Strecken an der nötigen Absicherung in der Restverteidigung und der Konsequenz in den direkten Duellen. Die personellen Ausfälle wogen schwer, dürfen jedoch nicht als Ausrede für die individuelle Fehlerkette vor den Gegentoren dienen.
Mit weiterhin zwölf Zählern aus elf Partien rangieren wir auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Pleite ist ein klarer Dämpfer, der uns die Tabellensituation unmissverständlich vor Augen führt. Am kommenden Wochenende geht es für unser Team zur Reserve des FK Pirmasens. Dort gilt es, die Fehler aufzuarbeiten, als Kollektiv zusammenzurücken und mit einer geschlossenen Reaktion wieder die gewohnte Haltung auf den Platz zu bringen.


